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Palliativversorgung

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Alle Dienstleistungsbereiche unserer Einrichtung sind an der Sterbebegleitung beteiligt. Die MitarbeiterInnen der Bereiche Pflege, Sozialer Dienst, Betreuungsassistenz und Hauswirtschaft arbeiten Hand in Hand und tauschen sich aus. Nicht jeder Mitarbeiter kann gleich gut mit der Situation von Sterbenden umgehen. Die Unterstützung der einzelnen Kollegen bei Überforderung oder Hilflosigkeit muss gewährleistet sein und im Team kommuniziert werden. Der Sterbeprozess eines Bewohners ist selten statisch sondern dynamisch und kann häufig Wochen und Monate dauern. Die Zusammenarbeit mit dem behandelnden Hausarzt ist unabdingbar. In besonderen Fällen können speziell geschulte Palliativmediziner hinzugezogen werden. Gemeinsam mit Ärzten und Angehörigen wird die medizinische Versorgung und ihre Grenzen ermittelt. Grundlage hierfür ist die Patientenverfügung oder der mutmaßlichen Wille des Bewohners.

Bei der Fallbesprechung werden alle wichtigen Gesichtspunkte zusammengeführt und eine spezifische Planung erstellt. Sämtliche Gegebenheiten und Handlungen werden dokumentiert. Eine ausreichende Schmerzmedikation ist die erste Bedingung für ein würdevolles Sterben. Methoden der basalen Stimulation, der 10 Minuten-Aktivierung oder der Validation erleichtern eine behutsame, bedürfnisorientierte Pflege. Der Soziale Dienst verstärkt die zusätzliche Einzelbetreuung. Die Anwendung von sanften Massagen mit ätherischen Ölen, Akupressur, meditative Musik, nonverbaler Kommunikation, können im Bedarfsfall zu einem entspannten Wohlbefinden des Bewohners beitragen. In diesem Aufgabenfeld können auch Ehrenamtliche und Angehörige angeleitet werden. Manchmal reicht es schon aus, einen Moment bei dem Bewohner zu verweilen, sich konzentriert auf ihn einzulassen und seine Hand zu halten. Das Wissen um wesentliche, die Persönlichkeit prägende biographische Daten ist für eine individuelle Sterbebegleitung von Vorteil. Vertraute Rituale helfen Bewohnern und Mitarbeitern gleichsam eine gute Beziehung zueinander aufzubauen.

Die Angehörigen werden bei der Sterbebegleitung integriert und durch engen Kontakt mit der Pflegefachkraft und dem Sozialen Dienst in seiner Trauer aufgefangen und begleitet. Spirituelle Wünsche werden kommuniziert und so weit es möglich ist erfüllt. Im Rahmen der Qualifizierung von Mitarbeitern und der Weiterentwicklung der Umsetzung der Grundsätze hat das Seniorenheim eine dauerhafte Arbeitsgruppe zum Thema Palliative Care eingerichtet, die von dem Sozialen Dienst betreut wird. Dort tauschen sich Mitarbeiter über ihre Erfahrungen aus, oder werden von qualifizierten Gästen informiert.

Alle Einrichtungen der Städtischen Seniorenheime haben Kooperationsverträge mit Hausärzten, die zugleich auch qualifizierte Palliativmediziner sind. Dadurch ist rund um die Uhr eine palliativmedizinische Versorgung auf kurzem Wege sicher gestellt. Außerdem sind wir Teil des Palliativnetzwerks, und arbeiten auch so eng mit dem Hospiz am Blumenplatz zusammen. Auch hier ist ein Kooperationsvertrag in Arbeit.